Rosen in Topf und Kübel pflegen & pflanzen

Träumst Du von farbenfroher Rosenpracht auf Deinem Balkon oder Deiner Terrasse? Mit Topfrosen holst Du Dir die Schönheit der Königin der Blumen auch auf kleinsten Raum – bei richtiger Pflege ein echtes Highlight!

1_Topfrose

Tipps für gesunde Topfrosen

Für die Kultivierung der Rosen in einem Kübel eignen sich vor allem gesunde und robuste Rosensorten, die keine weiten Ausläufer bilden. Beliebt für den Kübel ist unter anderem die historische Rose „Jacques Cartier“ mit ihrem betörenden Duft und den romantischen Blüten in sattem Rosa. Besonders regenfest mit üppig gefüllten dunkelroten Blüten ist die „Red Leonardo da Vinci“, die das Prädikat der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) besitzt. Doch es bieten sich noch viele weitere Sorten für die Pflege im Topf an, wenn Du einige Tipps beachtest:

1. Hohe Töpfe für Rosen

Rosen entwickeln ein Wurzelwerk, das tief in die Erde reicht. Der passende Topf für Deine Rose sollte möglichst hoch sein und den Wurzeln die Möglichkeit zur Entwicklung geben. Kübel ab einem halben Meter Höhe oder mehr sind eine gute Wahl. Auf den Umfang kommt es hingegen bei Rosen weniger an. Da dunkle Kunststoffkübel zu sehr aufheizen, können Töpfe aus Terrakotta eine gute Wahl für Dich sein. Sie sind zudem atmungsaktiv.

2. Standort der Topfrose

Rosen mögen Sonne, doch Du solltest vermeiden, dass sich der Rosenkübel an sonnigen Tagen erhitzt. Dunkle Blüten können bei starker Sonneneinstrahlung sogar verbrennen, vor allem an Südwänden ist das wichtig zu beachten.

3. Luft und Wasser für die Wurzeln

Die Wurzeln Deiner Rosen benötigen nach dem Eintopfen sowohl Wasser als auch Luft. Die Erde im Topf sollte nie vollständig austrocknen, sonst kann die Rose beispielsweise mit Mehltau befallen werden. Am Boden des Rosenkübels sollten Löcher sein, durch die überflüssiges Wasser ablaufen und Luft zirkulieren kann. Andernfalls können die Wurzeln durch Staunässe Schaden nehmen und faulen.

4. Kübelrosen düngen

Für Rosen im Kübel ist eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen wichtig. Am besten kombinierst Du hierfür einen Langzeit-Rosendünger mit wöchentlich angewendetem Flüssigdünger.

5. Regelmäßig umtopfen

Kübelrosen solltest Du regelmäßig alle zwei Jahre umtopfen und ihnen einen größeren Container geben.

Rote Topfrose im Pflanztopf

Tipps für gesunde Topfrosen

1. Rosen wässern

Deine Rosen solltest Du vor dem Einpflanzen in den Kübel samt ihres Ballens wässern. Dafür stellst Du sie so lange in einen mit Wasser gefüllten Eimer, bis keine Blasen mehr aufsteigen.

2. Richtige Erde wählen

Für den Kübel wählst Du eine hochwertige, humushaltige Erde. Dem Substrat kannst Du einen Vorratsdünger (wie Hornspäne) beimischen. Geeignete Erden sind zum Beispiel:

3. Kübel vorbereiten

Die unterste Schicht im Kübel sollte aus Tonscherben oder Kieselsteinen bestehen. Sie fungieren als Drainageschicht und verhindern, dass die Wurzeln die Ablauflöcher verstopfen.

4. In die Erde bringen

Auf die Drainageschicht gibst Du das Substrat. Bei Bedarf kannst Du ein Vlies zwischen Substrat und Tonscherben legen, damit die Erde nicht hindurchrieselt. Achte darauf, dass die Wurzeln im Kübel nicht abknicken. Die Veredelungsstelle der Rose sollte rund fünf Zentimeter unter der Erde liegen, damit sie vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

5. Düngung von Kübelrosen

Zusätzlich zum Langzeitdünger solltest Du Deine Topfrosen von April bis Juli alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger versorgen, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

6. Kontrolle

Einmal die Woche solltest Du Deine Topfrosen auf Krankheiten untersuchen, damit Du früh genug Gegenmaßnahmen ergreifen kannst. Da es ohnehin ratsam ist, welke Blätter und verblühte Blüten regelmäßig zu entfernen, kannst Du diese Aufgaben direkt miteinander verbinden.

Rosenblüte im Schnee

Kübelrosen richtig überwintern

In der kalten Jahreszeit musst Du Deine Rose vor dem Frost schützen, vor allem die Wurzel ist empfindlich. Die einfachste Lösung für das Überwintern Deiner Rose ist es, sie in einen kühlen Raum ohne Frost zu stellen. Da nicht jeder Gärtner diese Möglichkeit hat, kannst Du den Kübel auch mit der bekannten Luftpolsterfolie umwickeln. Im Anschluss bindest Du Jutestoff um den Topf, mit dem Gewebe schützt Du auch die Äste der Pflanze. Diese könnten sonst an sonnenreichen Frühlingstagen zu früh austreiben oder durch eisige Winde in Mitleidenschaft gezogen werden. An einem geschützten Ort, zum Beispiel an der Hauswand, kann Deine Topfrose dann auch frostige Temperaturen überstehen. Im Frühjahr zwischen Februar und April solltest Du die Zweige der Pflanze je nach Sorte stark zurückschneiden oder kürzen.

Rosenblätter mit Rost

Krankheiten von Kübelrosen

Eine gute Pflege am richtigen Standort ist die beste Vorbeugung gegen Rosenkrankheiten. Dennoch gibt es ein paar typische Erkrankungen, die Deine Pflanze bekommen kann:

Rosenblätter mit Mehltau

1. Echter Mehltau

Der Echte Mehltau befällt Deine Topfrosen vor allem in warmen, schwülen Sommern. Du erkennst ihn am weißlichen Belag auf der Oberseite der Laubblätter (auch Stiele und Knospen können betroffen sein). Vorbeugend solltest Du auf eine zu hohe Gabe von stickstoffreichen Düngern verzichten. Eine Brühe aus Schachtelhalm kann auf biologischem Wege einer Infektion entgegenwirken. Ist Deine Pflanze bereits am Echten Mehltau erkrankt, kannst Du Schwefel-Präparate oder Fungizide einsetzen. Ein Beispiel hierfür ist:

2. Sternrußtau

Grauschwarze, ausgefranste Flecken mit gelblicher Randfärbung auf den Blättern weisen auf Sternrußtau hin – eine der häufigsten Rosenkrankheiten. Dieser Pilz tritt vor allem bei kühlem und feuchtem Wetter auf und kann dazu führen, dass Deine Rosen ihre Blätter abwerfen. Entferne befallene Blätter und setze eine Knoblauchbrühe ein, um auf biologische Weise gegen den Pilz vorzugehen. Es gibt zudem verschiedene Fungizide gegen Sternrußtau, wie z. B.:

Rosenrost auf Rosenblättern

3. Rosenrost

Finden sich auf den Blättern Deiner Topfrose rostrote Flecken, ist die Pflanze vom Rosenrost befallen. Um einem Befall vorzubeugen, sollten Deine Rosen gut vom Wind durchlüftet werden, denn der Rosenrost tritt vermehrt bei Feuchtigkeit auf. Ein Mittel zur Behandlung ist:

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